Dann kommt er irgendwann wieder mal zurück. Und da bin ich nun, am Ausgangspunkt (in Saigon). Viel.hat sich ja während meiner Abwesenheit nicht geändert.
Abb. 1: Balkonien steht noch
Na, schauen wir mal, ob ich daheim ebenso unnötig für den Lauf der Dinge war, wie hier. Ich vermute schon.
Wieder Bus gefahren. In Asien wird ja gerne mit Platz ökonomisch umgegangen, in den Bussen werden die die Leute z.B liegend übereinander transportiert.
Abb. 1: selbstverladendes Stückgut, gestapelt
Und damit die Passagiere ruhig gestellt sind, gibt’s gratis WLAN.
Cat tien, eine an und für sich nicht weiter erwähnenswerte Anhäufung von Wohnraum – landläufig als Kaff bekannt – liegt direkt an einem Eingang zu einem Nationalpark. Wahrscheinlich gibt es dort deshalb Unterkünfte für Touristen.
So als Gesamteindruck: es ist ziemlich grün dort. Bis auf die Baumstämme, die haben meist unterschiedliche Töne von Braun. Einige Bäume versuchen sich sogar im Wald zu verstecken (schlau!) und sind in der Tat durch Flecktarnung kaum sichtbar. Erscheint mir als Laien etwas übertrieben, aber was weiss ich schon über das Überleben im Dschungel.
Abb. 1: Baum getarnt
Unser Aufenthalt war zu kurz, um mehr über dieses interessante Verhalten herausfinden zu können. Eventuell haben Biologen fächerübergreifend mit Psychologen bereits eine Antwort, oder zumindest bald, sowie genügend von diesen Bäumen den ausgefüllten Fragebogen retourniert haben.
Abb. 2: Spinne, schlecht getarnt
Zu sehen gibt es dort angeblich viel. Aber nicht nur die Bäume verstecken sich dort, nein auf die Fauna. Keine guten Verstecke wählten: Schmetterlinge, Moskitos, Spinnen, 2 Krokodile, Eidechsen, eine Springmaus, ein Frosch sowie ein Lemur.
Abb. 3: junge Vögel, müssen tarnen noch lernen
Zahlreiche Vögel sind auch noch da (und machen einen ziemlichen Lärm). Genug der wilden Kreaturen, mit dem Bus geht’s weiter – zurück nach Saigon.
Da Lat oder Dalat. Eines ist offiziell sicher richtig, aber beide Schreibweisen tauchen auf, und ich in meiner Ignoranz habe natürlich keine Ahnung. Ich schreibs einfach zusammen, das spart ein Zeichen pro Nennung und somit nennenswert Bandbreite.
Also: Kitsch as Kitsch can. Das ist das Reiseziel für frisch Vermählte und Verliebte hier, und solche die sowas noch werden wollen (also junge Leute ohne Lebenserfahrung). Valley of Love eines der Besichtigungshighlights. Eh very romantic (oder so). Bietet Einblicke in das moderne asiatische Balzverhalten. Das geht so: Gruppen von Jungs bzw. Mädels fahren dorthin, und lassen ihre Freunde Fotos von sich machen. Diese werden dann auf die jeweils passende Balzplattform upgeloaded (Facebook, z.B). Um so jemanden kennenzulernen. Klingt nach durch-das-Knie-ins-Auge, ist aber so. Also:Kann man gesehen haben, muss man aber nicht.
Abb. 1: Valley of Love, Arrangement von gelben Blumen
Sonst ist das ein lebendiges kleines Städtchen, Reizvoll und vor allem hoch genug (1500 m), daß das Klima für einen Mitteleuropäer äußerst angenehm.ist. Auch sonst sind die Gärten sehr geschmack- und liebevoll dekoriert.
Auch wenn ich schon das eine oder andere mal in Südostasien war,.halte ich mich nicht für den ultimativen eggsberden. Aber: Leute beobachten, Leute tadeln. Also einige Aussagen und Verhaltensweisen, die mir durchaus im Gedächtnis bleiben werden:
Liebe Frau, ja die Nudeln sind nicht ‚al dente‘ und nicht mehr heiss. Sie müssen jetzt ganz tapfer sein, sie sind nicht in Tschesolo oder Kaorle, nicht in Italien, nicht mal in Europa. Nein, das hier ist Südostasien, genauer: Vietnam. Die Nudeln sind so wie sind genau richtig. Das ist ein verdammter lauwarmen Nudelsalat mit Rindfleisch und keine Spaghetti Bolognese.
Stäbchen. Ja, es sind zwei. Man nimmt nicht eines in die eine Hand, und das andere in die andere Hand. Oder die Gabel in die eine, und ein einzelnes Stäbchen in die andere. Das funktioniert so nicht wirklich. Also: beide Stäbchen in eine Hand, wenn das zu schwierig ist, einfach das Besteck nehmen, das die Bedienung vorausschauenderweise bereits bereit gelegt hat. Kein Grund sich dafür zu schämen.
Tempel: das sind oder waren heilige Stätten. Man muss nicht gleich in Andacht erstarren, aber Hot Pants und Spaghettiträger sind dann doch ein bisserl wenig. Und die durchtrainierten Herren der Schöpfung: das Sporno Outfitt vielleicht am Abend beim sinnlosen Besäufniss zu Einsatz bringen? Bist eh sche.
Ach, und könnte man die Schilder mit ‚please no photo‘ oder ’no flash‘ ernstnehmen? Genauso wie ‚Rauchverbot‘. Ist das alles wirklich so schwer?
Wir hatten noch einen Tag da verlängert, sonst wären wir jetzt schon wieder unterwegs. Das war gut so, aber jetzt reicht es dann langsam. So gross ist das Städtchen nun auch wieder nicht. Sogar am Strand gewesen!
Abb. 1: Sandstrand, asiatisch
Des weiteren: Kochkurs, mit Begleitung Schuhe gekauft, Rad gefahren. Historische und heilige Sachen angeschaut.
Abb. 2: Hund, wahrscheinl. heilig
Und gegessen, gegessen, gegessen. Gestern als kulinarisches negativ-highlight: das Green Pineapple – Nhà Hàng Vị Quê. Definitiv das schlechteste Essen bisher. Aber auch da muss man durch. Wie sollte man das Gute schätzen, wenn es zur Norm wird?
So. Wir machen heute lazy Wednesday, morgen geht’s ab nach Da Lat und der Flieger geht um: 6:30 ab Da Nang. Oweh!
Was für ein Kontrast. Geschenkt, vielen wird Hoi An viel zu touristisch sein und ja, im Prinzip ist die Stadt ein Freilichtmuseum. Aber was wissen andere schon. Hoi An ist Urlaub. Durch und durch. Etwas schwül heiß, kaum über dem Meeresspiegel, Bewesserungsgräben, ein Flussdelta sowie Kanäle und Tümpel geben die Form der Stadt vor. Die Vegetation ist auch dementsprechend.
Abb. 1: Wasserpflanze
Ausserdem ist hier ebenfalls zufällig gerade Jahr des Hahns. Die Vietnamesische Kultur hat ja nichts mit der chinesischen gemein, sie ist ja vollkommen unabhängig. Es muß sich also um einen interessanten Zufall handeln.
Abb. 2: glückliche Hühner, nicht essbar
Kulinarische Randbemerkung: Huhn (chicken) ist anscheinend hier als Element der Küche eher schwach verbreitet. Rind und Schwein dominieren, sonst Fisch und Seafood.
Also wir sind dann mal weg. Das meiste gesehen. Ich habe mir die letzten 2 Beiträge noch mal durchgelesen. Als Anmerkungen: Hue ist bei weitem nicht so schlimm, wie es klang. Die Stadt ist allerdings ein kleines bißchen eindimensional, stark auf die Grabmäler und Backpacker mit Tendenz zum Nightlife ausgerichtet. Mit der regionalen Küche ein klein wenig versöhnt. Die hiesige Nudelsuppe (Bún bò Huê) ist in Ordnung, und Co’m hê’n schmeckt (wenn man ausreichend Salz und Chili verwendet). Entgegen der eindrücklich Warnung, dass das für westliche Mägen ungeeignet wäre und lange Toilettenaufenthalte nach sich ziehe, fand ich das sehr bekömmlich.
Abb. 1: Abschiedsimpression Hue
Viel mehr gibt’s da für unsereinen nicht mehr zu tun. Alles Essbare gegessen, und das Anschaubare angeschaut. Private Car gen Hoi An ist angesagt, über den Wolkenpass. Bei der Buchung extra betont, dass diverse stops unterwegs nicht gewünscht sind (Ausnahme Ca Phe Pause am Pass), also kein ‚traditional fishing village‘ und keine ‚tradional stone carving‘ Ansiedlungen sowie same-same-but-different. Thank you very much.
Hue, es hat uns sehr gefreut, wir werden dich in Erinnerung behalten. Hoi An, wir kommen!
Bitte auf Urlaubsreisen an public Internet Terminals keine Passwörter eingeben. Oder sonst irgendwelche Zugangsdaten. Auch wenn ich im Urlaub bin, kann nicht anders, als manche Dinge, die um mich herum vorgehen einfach zu bemerken.
Abb. 1: public Terminal in Südostasien, recht gutes Hotel. 2017.
Vielen Dank für die Beachtung des Sicherheitshinweises. Vor allem, wenn sie zu meinen Kunden zählen.
Ja. KAISERSTADT. In Großbuchstaben, mein mittlerweile erworbenes Wissen in die Welt hinausschreiend. Also, eine Tour mussten wir machen. Nicht dass uns jemand mit vorgehaltener Pistole dazu gezwungen hätte, aber welcher Tourist von Welt kann den Sirenegesängen von Touren zu den Sehenswürdigkeiten eines Reiseziele denn Wiederstehen.
Nun, erfahren und schlau wir wir sind, haben wir die Kurzversion genommen: Boot, Pagoda, Motorrad, Grab, Motorrad, Grab, Motorrad, Zitadelle und zu Fuss(!!!) zurück ins Hotel (das war die Kurzfassung, das TL;DR. Ich werde zwar noch weiterschreiben, aber das wichtigste wäre damit gesagt).
Am Perfumfluss war die Welt noch in Ordnung, noch restschläfrig wird man zum ersten Ziel, einer Pagoda getuckert, man muss gar nichts machen. Dort gibt es viel zu sehen.
Abb. 1: Besuch der Pagode
Anschließend am Sozius auf 2 Rädern weiter zum ersten Kaisergrab. Die Anlage ist sehr beeindruckend und weitläufig.
Abb. 2: Kaisergrab, weitläufig
Dann wieder Rauf auf die Maschin‘ und ab zum 2. Grab. Das würde dummerweise in einen Hügel reingebaut, die paar Höhenmeter sind ein wertvoller Beitrag zur körperlichen Fitness.
Abb. 3: Grabmal, oben
Unsere Fahrer hatten dann nicht nur Mitleid mit uns, sondern waren selbst bereits sehr hungrig. Essenszeit ist anscheinend so die so ziemlich wichtigste Zeit in Vietnam. Die Suppe gab wenigstens einen Teil der verlorenen Energie zurück, und ein Ca phe half auch noch ein wenig nach. So schafften wir es irgendwie, wahrscheinlich mit Hilfe der Motorräder zur Zitadelle.
Die Zitadelle, was soll man sagen beeindruckt durch ihre schiere Ausdehnung. Voll von Architektonischen Kleinoden sowie liebevollster Gartengestaltung…
Abb. 4: Topfpflanzen linedance i.d. Zitadelle
Irgenwie schafften wir es dann noch zurück ins Hotel. Irgendwie.